Erste Deutsche Stadttaubentagung

Grundlegende Ursachen und soziale Effekte der Stadttaubenproblematik sind weltweit ähnlich. Stadttaubenpopulationen polarisieren die Bevölkerung und die Kommunen finden sich überwiegend hilflos gefangen zwischen den Stadttaubengegnern, den Züchtern, der Schädlingsbekämpfungsindustrie, dem Denkmalschutz und dem Tierschutz.
Städteübergreifende, nachhaltige, mit dem Tierschutzgesetz in Einklang stehende Lösungen existieren bislang nur ansatzweise und werden zumeist privat getragen.
Zu erwähnen ist hier ein Mangel an wissenschaftlich gestützten Informationen in den Bereichen Zoologie, Städtebau und empirischer Sozialforschung.
Die Mitglieder der Bundesarbeitsgruppe Stadttauben begegnen dem Wissensmangel mit der Durchführung privater und halböffentlicher nachhaltiger Projekte. Teilweise scheitert jedoch die erfolgreiche Durchführung eines Projektes zum Taubenmanagement am Mangel an Vertrauen und einem Mangel an Informationen bei allen beteiligten Interessengruppen oder an der ökonomischen und kräftegemäßen Überforderung der privaten Initiatoren.
Greift der Mensch jedoch nicht regulierend in die Populationen der Stadttauben ein, wachsen die Bestände und die damit verbundenen Probleme.
Einzelmaßnahmen wie Tötung, konzeptlose, nicht fachgerechte Vergrämung und generelle Fütterungsverbote erweisen sich als wirkungslos und verschlingen Gelder, welche in nachhaltige Konzepte eingebunden, deutlich positive Effekte für Menschen, Tiere und Kommunen ermöglichen.
Das Ziel der ökonomisch und ideologisch unabhägigen Organisatoren der
ersten Deutschen Stadttaubentagung am 6.11.2007 an der Universität Duisburg-Essen, in Essen, ist es, Informationen bereitzustellen und die Kommunen sowie weitere Interessengruppen miteinander ins Gespräch zu bringen.
Langfristig soll so ein neues Berufsbild - der städtische Taubenwart - geschaffen werden.

 


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