Tagung am 6.11.2007 • Universität Duisburg-Essen

Auswertung der „ Ersten Deutschen Stadttaubentagung „ am 06.11.2007 im Glaspavillion der Universität Duisburg-Essen in Essen.

Die Veranstaltung wurde mit ca. 100 Teilnehmern (Vertreter aus diversen Städten und Gemeinden, Stadttaubeninitiativen, interessierten Bürgern sowie Vertreter von ARGE bzw. Optionskommunen) durchgeführt. Die Reaktionen der Teilnehmer waren insgesamt sehr positiv und man kann wohl sagen, dass dies ein sehr viel versprechender Anfang war. Die Veranstaltung kam so gut an, dass uns sogar schon Anfragen für eine weitere Tagung erreichten. Doch dies ist erst einmal noch Zukunftsmusik......


Auch die Berichte in Funk und Fernsehen sowie diversen Tageszeitung waren durchweg positiv. Das hätten wir so kaum erwartet, es freut uns aber ungemein und unterstützt uns auf unserem, wie wir glauben, richtigen Weg.

Auf einen Hinweis aus der „Welt online” möchen wir hier aber noch kurz eingehen. Es wurde kritisiert, dass Prof. Haag-Wackernagel, von der Universität Basel nicht zur Tagung eingeladen war, obwohl er doch als ausgemachter Experte in Stadttaubenfragen gilt. Herr Prof. Haag-Wackernagel wird  auch von uns wegen seiner Forschung auf dem Gebiet der Stadttauben geschätzt. Wir haben uns aber bewusst gegen eine Einladung entschieden, da die bundesdeutschen Verhältnisse nicht mit denen in der Schweiz zu vergleichen sind. In Basel werden seit Jahren und auch heute noch Tauben gefangen und getötet. Das lässt das deutsche Tierschutzgesetz jedoch nicht zu. Das Baseler Konzept wäre also in seiner ursprünglichen Form in Deutschland schon aus rechtlichen Gründen nicht umzusetzen.

Dass es hier bei uns aber auch anders geht, zeigen die Städte Augsburg und Aachen. Hier wurde das Konzept zur tierschutzgerechten und nachhaltigen Bestandskontrolle bei Stadttauben von der Bundesarbeitsgemeinschaft Stadttauben, Menschen für Tierrechte, entwickelt und mit Erfolg umgesetzt. An diesem Konzept, der betreuten Taubenschläge, orientieren wir uns und möchten es verbreiten.

Uns kommt es dabei nicht nur auf eine Reduzierung der Stadttauben an. Stattdessen wollen wir Tierschützer, Kommunen, Taubenbegeisterte und Menschen, die sich von Tauben gestört fühlen, für das Projekt begeistern und zu einem friedlichen Miteinander von Menschen und Stadttauben beitragen.

Um allen Menschen, die nicht an der Tagung teilnehmen konnten, die Möglichkeit zu geben, die Beiträge nachzulesen, haben wir diese zum Download bereitgestellt.
Weiterhin bieten wir Ihnen an:

Ab Dienstag , den 14.11.2007 steht Ihnen der Stadttaubenbahnhof Moers zur Besichtigung zur Verfügung. Jeden Dienstag von 9.00 bis 12.00 gibt es einen
„Vormittag der offenen Tür” für interessierte Stadttaubenengagierte aus anderen Städten. Hier können Sie schauen, sich von dem Konzept überzeugen, diskutieren, Fragen stellen, praktische Übungen durchführen usw. Das Angebot gilt, solange Nachfrage besteht.

Bei Bedarf bieten wir Fortbildungen zum „Stadttaubenmanager” an. Hier werden Personen, die in Ihrer Stadt ein solches Projekt leiten und verantworten sollen, alle nötigen Informationen und Zugänge zu den heute beschriebenen Problemen bekommen. Dieses kostenpflichtige Seminar wird als Ein- bis Zweitagesseminar angeboten.

Und last but not least bilden wir den „Taubenwart” aus. Das noch nicht existierende Berufsbid wird aktuell von uns entwickelt. Wir beabsichtigen, Personen aus anderen Städten dementsprechend aus- und fortzubilden. Bei Interesse fragen sie uns bitte. Hier sollen Tierfreunde den Umgang mit Tauben lernen, Tauben beobachten, Verhalten kennen lernen, Fütterung, Gesundheitsvorsorge, Krankheiten erkennen usw.

Mit freundlichen Grüßen

Uli Bovermann


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